Traditionelle Chinesische Medizin

Zum guten Abschluss machen wir uns wieder mal auf zur Massage. Auf den Hinweiß, dass einige von uns Schnupfen haben bekommen wir vorgeschlagen, uns mit traditioneller chinesischer Medizin behandeln zu lassen. Ein Mitarbeiter bringt etwa 70 runde Glasgefäße, einen in Flüssigkeit getunkten Stoffball und eine Kerze. Die Prozedur ist einfach: Mit dem Stoffball, der angezündet wurde, wird die Luft in den Gläsern erhitzt, die werden auf den Rücken gesetzt, die Luft kühlt ab und zieht sich zusammen. Durch den Unterdruck saugen sich die Gefäße fest. Richtig fest. Laut TCM wird dadurch Feuchtigkeit, und damit auch der Schnupfen aus dem Körper gesaugt. Ein Komisches gefühl, 25 Gläser ganz festgesaugt am eigenen Rücken.

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Teeee

Ein ganzer Tag bleibt für Tee. Die Chinesen haben eine Ganz andere Beziehung zu Tee. Offensichtlich wird das wenn man sich in Kanton auf den Teemarkt begibt. Alle Geschäfte Abzulaufen wäre wohl eine mehrtägige Wanderung, und es gibt mehrere Quadratkilometer, in denen sich ein kleines Teegeschäft an das andere reiht. Es läuft aber keinesfalls so ab, dass man reingeht, kauft und wieder rausgeht,vielmehr wird das ganze zelebriert: Ein bischen plaudern, einen guten Tee trinken, den zweiten Aufguß, den dritten und den vierten, ein paar Preise erfragen, einen der gewünschten Tees probieren, plaudern, noch einen probieren und dann noch einen. Dann einigt man sich auf die Konditionen, und es wird ein richtig guter Tee rausgeholt. Bei uns war es ein 1982er Pu Erh. Von gutem Pu Erh kann man allerdings richtig viele Aufgüsse machen, die immer besser werden, also trinken wir Tasse um Tasse und gehen zwei Stunden später, völlig high wieder aus dem Laden heraus. Dann gehts zur Post. Der gute Stoff muss ja auch irgendwie nach Deutschland kommen.

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Antiquitäten

Diesmal gehen wir auf den Antiquitätenmarkt, auf der Suche nach dem einen oder anderen Stück, um unsere Wohnung zu verschönern und zu bereichern. Ein Stück, das mir sehr gut gefällt ist eine Buddha-Statue aus Holz, aus dem späten 19. Jahrhundert, die sehr schön erhalten ist, und in Zukunft zur guten Atmosphäre in meinem Arbeitszimmer beitragen wird.

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Tempel

Mitten in Kanton, zwischen den vielen Millionen Leuten findet sich hier und da ein freier Platz und ein Tempel.

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Und wieder zurück

  • Es stehen 900 km Autobahn auf dem Programm und wir fahren, fahren und fahren. Wir sind wie immer ausser ein paar LKWs fast die einzigen auf der Straße und die Strecke bis nach Shenzen vergeht recht schnell. Wir fahren bis ins Perlfluß-Delta. Dass wir hier in eines der größten Industriegebiete der Welt fahren fällt gar nicht so auf. Wohnungen gibt es, und Fabriken sehen wir von der Autobahn aus, aber das ganze verteilt sich auch auf eine ganz schöne Fläche. Von Klima, Vegetation und Landschaft her sieht man, dass wir schon recht nah an Honkong sind. Endlich gibt es wieder Palmen am Straßenrand.
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Heyuan

So sieht es aus, wenn man in Heyuan auf dem Hotelfenster sieht, und das ist die Hotellobby

Jetzt gibts erst mal Frühstück

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Auf der Autobahn

Auf der neu gebauten Strecke von Jingdezhen nach Kanton ist man fast alleine. Hin und wieder mal ein Lastwagen, sonst freie Fahrt. Heute haben wir 900 km hinter uns gebracht und sind gerade in Heyuan angekommen und fahren morgen gleich früh weiter.

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Shopping-Day

In Jingdezhen, zum zweiten Mal gibt es wieder so viele schöne Sachen. Statuen, Porzellan, mehr Statuen und schöne Kristalle und dort  hab ich ein tolles Mitbringsel gefunden. 1,20 groß und gefühlte 50 kg schwer aus Bronze:

Hier im Hotel gibt es zum ersten mal seit langem etwas zu Essen, was man in Europa auch so kenn. Die Damen und Herren Ober, Koch und Bedienung geben sich alle Mühe, Steaks und Nudeln zuzubereiten. Einige von uns gönnen sich diese kulinarische China-Auszeit, und essen ein klassisches Steak. Wenn man bedenkt, dass das für die Zubereitenden eigentlich so weit weg ist, wie für uns das Kochen von Schlangen und Fischköpfen, kann man sagen dass es ganz gut gelungen ist.

Zum Nachtisch gönne ich mir eine spezielles China-Italien-Crossover, “Grüntee-Tiramisu”, was frisch, cremig und lecker schmeckt.

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Wunderbares Wandern in Huangshan

Von Sonntag auf Montag übernachten wir dann auf dem Berg. Das hinaufkommen ist etwas langwieriger als am Tag zuvor, es warten diesmal richtig viele Chinesen mit uns. Am Anfang halten wir das Schild auf dem steht „Ab hier warten Sie noch 3 Stunden“ für einen Übersetzungsfehler, aber als wir knapp eine Stunde später am „hier noch 2 Stunden“ Schild sind wissen wir dass das wohl wörtlich gemeint ist. Es geht ganz ordentlich zu und irgendwie vergeht die Zeit doch relativ schnell. Oben erwartet und wie am Vortag tolles Wetter und viele wunderschöne Berge.

Am Anfang gibt es Stau am Berg, es gibt ein Nadelöhr, eine Felsspalte durch die, nach hunderten von steilen Stufen alle durch müssen, und wir bewegen und eine Stunde lang, Stop-and-Go, die Treppen hinauf. Danach löst sich das Gedränge auf wundersame Weise auf und wir sind wieder alleine auf den Wegen und genießen das ganze sehr. Diesmal übernachten wir in einer Hütte, wobei die Bezeichnung Hütte das

Zimmer mit Flatscreen-Fernseher und fließend heißem Wasser nicht ganz trifft. Es ist eng, aber schick. Nur bei der Heizung gibt es Abstriche und es wird nachts ganz schön  frisch. Wir haben zum Glück genug Decken und Daunenjacken.

Schon am Abend zeichnet sich ab, dass sich das Wetter ändern wird, es ziehen Wolken auf und wird windig. Den Plan, den Sonnenaufgang anzusehen verwerfen wir spontan, als es morgens um halb sechs in Strömen regnet. Es ist ganz interessant, die Gegend auch mal bei Regen zu sehen.

Irgendwie ist es auch ganz schön, aber wir sind auch froh, wenn wir am Vormittag wieder an der Seilbahn sind. Zwischenstopp am Hotel und dann mit dem Bus zum Auto und weiter nach Süden. Am frühen Nachmittag kommen wir in Jingdezhen an, wo Mittagessen und schöne Bronze-Buddhastatuen auf uns warten.

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Spektakuläre Aussicht überall

Freitag sind wir angekommen, und jetzt ist es Montag mittags. Hinter uns liegen drei Tage wandern, Seilbahn fahren und in den Bergen übernachten. Samstag sind wir mit der Süd-Seilbahn nach oben gefahren, vom Hotel aus muss man den Bus nehmen, um zur Seilbahnstation zu kommen, denn in das Naturschutzgebiet kommt man anders nicht rein. An der Station haben dann mit uns viele tausend Chinesen angestanden, aber nach einer Stunde anstehen ging es bergauf. Die Doppelmayr Gondel bringt uns etwa drei Kilometer nach oben nach in die Berge. Der Blick beim hinauffahren gibt einen guten Vorgeschmack auf das was kommt. Es erwarten uns strahlender Sonnenschein, Bäume und viele, viele Berge. Und natürlich zigtausend Chinesen, ich muss aber sagen, sobald wir oben waren hat sich die Menge recht schnell verlaufen. Ich finde den Chinesen ist dort ein guter Spagat gelungen, zwischen Massentourismus – einige Millionen Besucher im Jahr wollen transportiert und untergebracht werden – und schönen Wanderwegen. Die steilen Berge und Felshänge machen das Laufen zu einem ständigen auf und ab, und so sind die Wege auch komplett aus ebenerdigen Strecken und Treppen. Aus natürlichen Steinen gebaut und nur wenn es absolut notwendig ist mit Geländern versehen macht das ganze trotzdem einen natürlichen Eindruck. Hin und wieder gibt es Toiletten und Stände an denen man Getränke oder getrocknete Kiwis oder gekochte Eier kaufen kann. Seine Route kann man wählen wie man mag, deshalb ist für den Chinesischen Geschäftsmann, der mit Anzug den Ausflug macht und für den Top-Ausgestatteten Trecking-Chinesen eine passende Route dabei. Wir haben zwar keine Eile, laufen aber doch ganz schöne Strecken, unterbrochen von vielen Foto-Stopps, denn es kommen immer wieder Aussichtspunkte, bei der wir denken: Das ist das perfekte Foto. Es ist einfach rundum spektakulär!

Von Samstag auf Sonntag waren alle Hotel und Hütten oben am Berg ausgebucht, aber da wir ja bis Montag Zeit eingeplant haben fahren wir am Samstag abends wieder nach unten, erholen uns bei einer Massage und einem Besuch in den heißen Quellen im 42 Grad warmen Wasser, das direkt aus der Erde kommt. Die Becken sind im freien, und, wer hätte es gedacht: der Ausblick ist spektakulär.

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